Angusrinderbrühe mit Brezenknödel und Bärlauch

Wo bleibt das Frühjahr, ja wo ist es denn? Da hilft kein Gejammer, nur noch ein Warten. Im Märzen der Bauer.. von wegen, der Bauer stöhnt, mistet seine Ställe aus und weiß nicht wohin damit. Die Wiesen sind nass und die Odel wartet auch auf das Ausbringen. Erstmalig wird heuer gegen Blauzunge geimpft. Das ist eine Viruserkrankung bei Schafen, Ziegen und Kühen, die zum Tode der Tiere führen kann. Übertragen wird der Virus durch eine Mücke, die so genannte Gnitze. Diese Gnitze taucht im Sommer auf, kommt ursprünglich aus Südafrika und ist kleiner als eine normale Stechmücke. Die Symptome der Krankheit sind sehr unterschiedlich und auch schwer zu differenzieren. Die Impfung ist Pflicht, heißt, dass Schafe, Ziegen und Kühe geimpft werden müssen. Viele Bauern und Bäuerinnen wehren sich, denn die Nebenwirkungen sind groß. Viele Geschichten und Horrorszenarien gehen in der Szene umher, und keiner weiß, wie er darauf reagieren soll. So waren auch wir erst unbekümmert, nach Aufklärung äußerst vorsichtig und unentschlossen, zum Schluss eher für die Impfung. Es viel uns nicht leicht unsere Tiere zu impfen, auch denken wir da an die Zukunft, was wird morgen kommen an Seuchen und Krankheiten, steuern wir da auf eine Krise zu, denn ein kleiner Betrieb, der ständig mit Krankheitserreger und Horrorszenarien zu tun hat, denkt praktisch ans Aufhören. Ist Impfung eine Antwort auf Krankheiten, oder stellen wir nicht die richtigen Fragen, wieso diese Krankheiten entstanden sind und warum. Das niedrige Einkommen von Milch und Kuh, wird durch Massentierhaltung beantwortet, und diese Tiere werden dann auf der Welt herumgefahren und auch die jeweiligen Krankheitserreger, die es auf diesen Globus gibt.<br /> Vergangenheit ist nicht die Zukunft, das war einmal, einfach und bequem. Kuh stand im Kuhstall oder auf der Weide, und wir schauten zu, wie sich das Tier entwickelte. Mit vielen Themen wird heute der Bauer konfrontiert, die Bürokratie schlägt enorm zu und auch die Bearbeitungsmethoden, besondere Themen wie Genmais oder Energie aus Getreide füllen den Topf der Diskussionen ohne Ende. Damit sind viele Bauern überfordert, können sich nicht mehr orientieren und verlangen nach Hilfe, die es da nicht gibt, oder nicht in Anspruch genommen wird. Die Politik der Landwirtschaft entwickelt sich zum Supergau.
Um bei meiner Suppe zu bleiben, habe ich folgendes Rezept:
Wir bereiten eine Rinderbrühe von Knochen oder Suppenfleisch. Angereichert mit Knoblauch und etwas Zitronensaft und deren Schale.
Wir nehmen Brezenbrot für ca. 10 kleine Knödel, ca. 250 ml heiße Milch, Salz und Pfeffer, 5 Eier, in Butter geschwenkter Bärlauch und 150g geriebener Emmentaler Käse. Die Masse sollte fest sein, davon kleine Knödel formen und im heißen Wasser 20 Minuten eher ziehen lassen. Nicht kochen.
Zum Anrichten kommt die Suppe in den Teller, zwei Knödel und etwas geriebenen Parmesan. Guten Appetit. Wenn kein Bärlauch zur Hand, kann der Bärlauch durch Spinat ersetzt werden.
Wir wünschen Euch Frohe Ostern, auch nach Katastrophen geht das Leben weiter, und fordert uns auf, nach einer Katastrophe die richtigen Fragen zu stellen, um so die richtigen Antworten, dann auch wirklich umsetzen zu können.
Eure Marliese Heinzmann, schöne Grüße vom Bauern Walter

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